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Schweizer Bergmeister 2010-2012

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Marcel Steiner

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Schweizer Bergmeister der Rennsportwagen 2017
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Schweizer Bergmeister der Rennsportwagen 2010

Weitere Termine, sowie Angaben zu Marcel Steiner und seinem Fahrzeug erhalten Sie direkt auf seiner Webseite.


Lesen Sie hier seine aktuellen Rennberichte:

Perfekter Saisonabschluss

Die Woche zwischen St.Agatha und Mickhausen war kurz und stressig. Zudem hatte ich mein Auge noch auszukurieren, das ich mir am Samstagabend in St.Agatha verletzt hatte. Trotzdem versuchten wir den LobArt/Mugen so gut wie möglich zu Hause vorzubereiten. Nachdem wir bereits am Donnerstagabend losfuhren und kurz vor Mitternacht im Fahrerlager ankamen, konnten wir am Freitag die letzten Arbeiten ausführen. Bei nur leicht feuchter Strasse merkte ich bereits bei der Streckenbesichtigung, dass unter diesen Bedingungen überhaupt kein Grip vorhanden war. Da die Strecke am späteren Nachmittag gesperrt wurde, die Wagenabnahme schnell erledigt und der Rennwagen zügig fertig war, konnten wir zeitig Feierabend machen.

Der Trainingssamstag fand bei angenehmem Herbstwetter statt. Um die Mittagszeit stand ich dann das erste Mal an der Startlinie. Ich musste mich aber noch etwas zurückhalten, um meine neuen Bremsbeläge und Bremsscheiben einzufahren. Daher waren die Bremspunkte noch sehr früh gesetzt. Ansonsten war ich mit dem Fahrverhalten zufrieden. Unser Basis-Set-Up scheint also langsam zu stimmen. In 50.693 musste ich mich wiedermal um rund 1/10 hinter Partik Zajelsnik (Norma/Mugen) anstellen. Hinter uns lag eine grosse Lücke von 3.5 Sekunden und mehr auf den Rest des Feldes.

Vor dem 2. Training kontrollierten wir nochmals die neue Bremse und verstellten den hinteren Stabilisator etwas. Nun konnte ich meine Bremspunkte weiter nach vorne rücken, dies ergab eine Steigerung von 1.6 Sekunden auf 49.030, womit ich nun rund 0.6 Sekunden vor Patrik die Führung übernehmen konnte. Dahinter klaffte immer noch ein Loch von 3 Sekunden und mehr…

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Harter Kampf ums Podest

Nach längerer Zeit begann das Rennwochenende auch für mich und nicht nur für mein Team, wiedermal bereits am Donnerstagabend. Nach Arbeitsschluss nahmen wir die 700 Km lange Reise unter die Räder unseres Buses. Nach etwas Umweg (oder zu direkter Weg?) erreichten wir kurz vor vier Uhr früh den Zielbereich. Als wir Freitags einigermassen ausgeschlafen waren, konnten wir einen, perfekt für uns reservierten, Fahrerlagerplatz ansteuern. Als wir uns eingerichtet hatten, musste ich die Strecke auf meiner „Festplatte“ aktualisieren, da ich genau 10 Jahre nicht mehr in St.Agatha am Start stand. Vielleicht schadet ein solches Reset gar nicht…

Samstagvormittag bestand nochmals die Möglichkeit zur Streckenbesichtigung, da die Veranstaltung erst um 12 Uhr mit dem Training begann. Das Training verlief dann wie am Schnürchen und bald wurden die Sportwagen aufgerufen. Dabei standen 12 Autos der Kategorie E2-SC über 2 Liter Hubraum am Start. Mein Start in den 1. Trainingslauf gelang mir nicht sonderlich gut. Ansonsten fühlte ich mich bereits recht wohl auf der Strecke, wobei der LobArt eher ein wenig untersteuernd in die Kurven zu lenken war. Meine Zeit von 1.08.209 stellte eine solide Basis dar. Damit war ich an 3. Stelle hinter Christian Merli (Osella FA30, 1.05.693) und Patrik Zajelsnik (Norma/Mugen, 1.07.032).

Für den 2. Probelauf korrigierten wir etwas die Fahrzeughöhe und verstellten den Heckflügel, um das Untersteuern zu beheben. Zudem bekam der Rennwagen noch andere Reifen. Mein Start war nicht wirklich besser, aber das Auto fühlte sich nun gut an und es machte Spass anzugreifen. Ich konnte mich um 1.5 sec auf 1.06.041 steigern, wobei ich um einen Platz zurückrutschte. Ich lag hinter Merli (1.03.489), Sebastien Petit (Norma/Mugen, 1.05.982) und Zajelsnik (1.06.041).

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Saisonziel erreicht!

Das Gurnigelrennen ist jedes Jahr etwas spezielles, daher begann es für mich auch schon in der Woche davor mit einigen Presseterminen. Trotz Vorfreude reisten wir am Freitag auch mit gemischten Gefühlen in das Gantrischgebiet: Der Unfall von Oberhallau ist einfach noch zu präsent. Im Anschluss an das Fahrerapéro am Freitagabend gedachten wir Martin dann auch nochmals mit Himmelslaternen.

Am Samstag wollten wir uns dann wieder voll auf den Rennbetrieb konzentrieren. Schon während des ganzen Morgens vielen immer wieder leichte Regentropfen. Als unser Feld dann zum 1. Training aufgerufen wurde, begann es sogleich richtig zu regnen. Mit Trocken-Set-Up und Regenreifen begab ich mich an den Start. Die Strecke bot fast gar keinen Grip und es war grosse Vorsicht geboten. Bei Posten 14 passierte mir dann etwas, das ich bei einem Bergrennen länger nicht mehr erlebte: Ich holte einen vor mir gestarteten Konkurrenten ein! Dieser bekam sogleich die Blaue Flagge gezeigt und ich konnte ihn aussen herum überholen. Nach diesem Überholmanöver erreichte ich das Ziel in 2.09.62 und war damit rund 3 sec langsamer als Eric Berguerand (Lola-F3000), aber 4 sec schneller als Christoph Lampert (Osella PA2000) und Damien Chamberod (Norma/Honda).

Auf den 2. Trainingslauf stellten wir den LobArt/Mugen auf eine Regen ein und testeten andere Regenreifen. Bei stärkerem Regen konnte ich mich auf 2.05.84 steigern, womit ich nur noch 0.09 hinter Eric lag und nach hinten sogar noch 2 sec und mehr Luft hatte. Gegen Samstagnachmittag regnete es kaum noch, die Strecke trocknete langsam ab und wir bauten den Rennwagen wieder auf Slickreifen um. Gerade als wir fertig und startklar waren kam aber die Durchsage, dass der 3. Trainingslauf für unser Feld auf Sonntagmorgen verschoben wurde.

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Sieg ohne Bedeutung

Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt.
Ein Mensch, der immer für uns da war,
ist nicht mehr.
Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen,
die uns niemand nehmen kann.

Ich sitze hier und versuche, meinem Rennbericht zu schreiben – doch ich bin fassungslos, leer und traurig. Sieben Jahre lang wurden wir auf Schweizer Bergrennstrecken von solch tragischen Ereignissen verschont. Im 3. Rennlauf des Bergrennens in Oberhallau kehrte der Tod aber gnadenlos zurück und raubte uns unseren Rennfahrerkollegen Martin Wittwer. Martin verlor in der Passage zwischen „Wäldchen“ und „Brotlaube“ die Herrschaft über seinen Peugeot 205 GTI und prallte mit dem Dach voran gegen einen Baum. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte verlor Martin den Kampf um sein Leben. Das Team Steiner Motorsport entbietet der Familie und den Angehörigen ihr tiefstes Beileid und viel Kraft, um dieses schreckliche Ereignis zu verarbeiten!

Das Renngeschehen und das Resultat rücken aufgrund der Tragödie in den Hintergrund. Daher schreibe ich euch heute nur eine Kurzfassung der Geschehnisse…

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Best of the Rest

Wir setzten nochmals auf die altbewährte Variante zur Vorbereitung des Rennens. Mein Vater Heinz und Peter Sägesser reisten bereits am Donnerstagnachmittag vor. Als ich dann am Freitagnachmittag ankam, war alles bereits perfekt eingerichtet. Ich musste nur noch die Wagenabnahme erledigen und mich um die Streckenbesichtigung kümmern.

Samstag früh besichtigte ich mit meinem Mechaniker Stefan Etter die Strecke nochmals kurz und wir stellten fest, dass die neu asphaltierte Waldpassage noch nasser war als wir es erwartet hatten. Da sich danach die Sonne nur spärlich zeigte, wurde ich von den anderen Fahrern informiert, dass sich auch vor meinem Start zum 1. Trainingslauf daran immer noch fast nicht geändert hatte. Also im unteren Teil das Auto fühlen und im Wald Vorsicht walten lassen… So erreichte ich sicher und in 1.56.920 das Ziel. Dies war auf demselben Niveau vom letzten Jahr, nur war damals die Strecke trocken. Die Bestzeit markierte Christian Merli (Osella FA30, 1.47.764) vor Simone Faggioli (Norma M20FC, 1.49.440) und mir, ansonsten gab es keine Zeiten unter 2 Minuten mehr.

Da ich mit dem Fahrverhalten des LobArt/Mugen nicht so happy war, versuchten wir dies über einige Eingriffe im Fahrwerks-Set Up für das 2. Training zu korrigieren. Das Auto fühlte sich jedoch dadurch nicht wirklich besser an. Die Strecke war aber nun trocken und ich konnte mich auf 1.51.429 steigern. Aber auch die beiden Italiener machten denselben Sprung auf 1.44-er Zeiten.

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